29.561 Neugründer/-innen starteten 2015 in die Selbständigkeit – dies ist ein Plus von 4,8 Prozent oder 1.350 Gründungen im Vergleich zu 2014 (28.211).

Im Schnitt gab es pro Tag 114 neue Unternehmen, 2014 waren es 109. Laut Wirtschaftskammer kommen auf jede Insolvenz damit fast sechs Gründungen.

Der Frauenanteil lag (ohne selbständige Personenbetreuer/-innen) bei 41,1 Prozent. Dies ist der zweithöchste Frauenanteil nach 2013 mit einem Höchstwert von 43,3 Prozent.

Gewerbe und Handwerk dominieren

Von zehn Gründungen fallen vier auf Gewerbe und Handwerk (41,6 Prozent bzw. 12.298 Gründungen), drei auf den Handel (26,6 Prozent bzw. 7.859 Gründungen), zwei auf Information und Consulting (18,3 Prozent bzw. 5.412 Gründungen) sowie eine auf Tourismus und Freizeitwirtschaft (9,1 Prozent bzw. 2.698 Gründungen).

Neugruendungen_WKO_2015

„Chef sein“ punktet

Eine aktuelle Umfrage des Gründerservice zeigt, dass rund 65,7 Prozent der Gründer/-innen „ihr eigener Chef sein“ möchten. 63,5 Prozent motiviert die flexiblere Zeit- und Lebensgestaltung zum Start des eigenen Unternehmens. 60,5 Prozent wollen die Verantwortung, die sie als Angestellte in einer Firma getragen habenm in ihren eigenen Betrieb einbringen.

Das Verhältnis der Unternehmensgründungen zu Insolvenzen hat sich in den vergangenen vier Jahren deutlich von 4,5 auf 5,7 Gründungen pro Insolvenz verbessert.

In Österreich sind nach drei Jahren acht von zehn neugegründeten Firmen noch am Markt, nach fünf Jahren sind es über zwei Drittel (68%). Jedes neugegründete Unternehmen schafft im Schnitt 2,4 Arbeitsplätze.

Betreuung für Gründer/-innen

Die über 90 Standorte des Gründerservice der Wirtschaftskammern in Österreich verzeichneten 218.400 Kontakte und 46.700 Beratungen im Jahr 2015. (Quellen: WKÖ-Gründungsstatistik, KSV-Insolvenzstatistik).

 

Wirtschaftskammer-Handout zu den Gründungs-Zahlen 2015